| Ganzkörperhyperthermie:
A. Allgemeines
Bösartige Zellen sind hitzeempfindlicher als normale Zellen
und können durch eine systemische Ganzkörperhyperthermie
zerstört werden. Dieses Verfahren wird in erster Linie bei
fortgeschrittenen Tumorleiden eingesetzt, kann aber auch zur Metastasenprophylaxe
bei Hochrisiko-Patienten eventuell auch mit Chemotherapie oder
Strahlentherapie eingesetzt werden. Der Patient muß durch
umfangreiche Voruntersuchungen (EKG, Lungenfunktion, Gerinnungsstatus,
Blutbild, Elektrolyte, Blutgase usw.) vorbereitet werden. Während
der Therapie steht er unter ständiger Überwachung von
Sauerstoffsättigung, Pulsfrequenz, EKG, Blutdruck, Kerntemperatur
sowie Elektrolyt- und Blutgasanalyse. Die Therapie wird ambulant
oder teilstationär durchgeführt.
B. Man unterscheidet folgende Formen der Ganzkörperhyperthermie:
- extreme Hyperthermie (41,5°C bis 42,2°C)
- extensive Hyperthermie (40,5°C bis 41,5°C)
- hohe Hyperthermie (39,5°C bis 40,5°C)
- mittlere Hyperthermie (38,5°C bis 39,5°C)
- milde Hyperthermie (37°C bis 38,5°C)
C. Ganzkörperhyperthermie ist außer
bei Patienten mit fortgeschrittenen metastasierenden Tumorleiden
mit niedrigen Temperaturen auch für gutartige Erkrankungen,
z.B. Hypertonie, Erkrankung des rheumatischen Formenkreises und
bei therapieresistenten Neuralgien anwendbar. |